News vom 07.08.2012
47 Schulen und 45 Kindertagesstätten beteiligen sich am Projekt „ACtiv fürs Klima“ und können schon jetzt beachtliche Erfolge vorweisen.

Sie reden nicht, sie handeln: Hunderte von Kindern und Jugendlichen in Aachen haben in den letzten Monaten aktiv dazu beigetragen, den CO2-Ausstoß zu verringern und gleichzeitig Strom und Wärme einzusparen. Hintergrund ist die Aktion „ACtiv fürs Klima“, die noch bis zum Frühjahr 2013 läuft und an der sich insgesamt 92 städtische Kindertagesstätten, Grundschulen und weiterführende Schulen beteiligen.
Die EnergieAgentur.NRW hält den Verdienst der Aachener Kitas und Schulen für mustergültig und empfiehlt diesen als Vorbild für andere Einrichtungen im Land. „,ACtiv fürs Klima’ zeigt, dass mit vielen kleinen Aktionen eine große Wirkung erzielt werden kann und dass jeder seinen Teil zum Klimaschutz beitragen kann“, sagt Andrea Fischer, Energieberaterin für Schule und Kindergärten bei der EnergieAgentur.NRW in Wuppertal.
„Es ist wirklich beeindruckend, was die Einrichtungen gemeinsam geschafft haben“, sagt Dr. Maria Vankann von der Stabsstelle Klimaschutz der Stadt Aachen. „Seit Januar 2011 konnte der CO2-Ausstoß um 300 Tonnen gesenkt werden und 1,1 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom und Wärme wurden eingespart.“ Zusammen mit bereits durchgeführten Sanierungsmaßnahmen beträgt die gesamte Einsparmenge sogar 1275 Tonnen CO2, und 4,1 Millionen kWh Strom und Wärme wurden weniger verbraucht.
Die Zielvorgabe des Projekts lautete, bislang nicht erschlossene CO2-Einsparpotenziale zu entdecken und zu nutzen. Im Vordergrund sollte das Nutzerverhalten stehen, aber auch Sanierungsbedarfe ermittelt werden. Zu Anfang informierten sich die Einrichtungen in Workshops und ließen sich durch Profis beraten. Auf dieser Grundlage haben sie dann individuelle Energie-Einsparmöglichkeiten erarbeitet. Zu den Ergebnissen zählen kleinere technische Maßnahmen wie die Installation von Zeitschaltuhren und der aufmerksame Umgang mit Beleuchtung, EDV-Geräten und Heizungen sowie eine sinnvolles Lüften. Hinzu kommen organisatorische Maßnahmen, so werden Termine für Elternabende zusammengelegt oder in kleinere Trakte verlegt, um den Heizbedarf zu senken. Als Belohnung für das Engagement hat die Stadt bereits 20.000 Euro von den erzielten Einsparungen an die Einrichtungen zurückgezahlt.
Weil auch die Kinder ihren Teil beitrugen, indem sie sich zu Klima-Detektiven ausbilden ließen, auf Stromfresser-Suche gingen oder einen CO2-neutralen Schulausflug machten, sollen sie ebenfalls belohnt werden. Noch bis Oktober 2012 können sich Schulen und Kitas mit besonders tollen Aktionen und Projekten um ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro bewerben. Sponsoren hatten diesen Betrag zur Verfügung gestellt.
Das durch die Bundes-Klimaschutzinitiative geförderte Projekt „ACtiv fürs Klima“ endet im Frühjahr 2013 – ob und wie die Aktion aus städtischer Sicht weitergeführt wird, ist noch nicht entschieden. Fest steht aber: Die Projekte, die in vielen Schulen und Kindertagesstätten angestoßen wurden, werden in Eigenregie auch über 2013 hinaus fortgeführt. Aus Sicht der Beteiligten kann die Aktion daher bereits jetzt als echte Erfolgsgeschichte gelten.
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