Bioenergie erweist sich in der Praxis als vielseitiges Talent: Sie kann aus einer Vielzahl von Rostoffen mit einer Bandbreite an Technologien erzeugt werden. Gleichzeitig ist es die einzige erneuerbare Energie, aus der sich alle benötigten End- oder Nutzenergien wie Wärme, Strom und Kraftstoffe gewinnen lassen. Das Besondere an Energie aus Biomasse ist, dass bei der Verbrennung der biogenen Rohstoffe nur die Menge an Kohlendioxid ausgestoßen wird, die die Pflanzen während ihres Wachstums aufgenommen haben. In diesem Sinne ist die Verbrennung von Biomasse CO2-neutral. Das ist ein entscheidender Vorteil für den Klimaschutz.
Biomasse kann sowohl in kleinen, privaten Anlagen wie Holzzentralheizungen, in mittleren Leistungsklassen beispielsweise in landwirtschaftlichen Biogasanlagen, als auch in industriellen Anlagen wie Biokraftstoffraffinerien oder Biomassekraftwerken genutzt werden. Damit nimmt Biomasse als nachwachsender Energieträger eine Schlüsselrolle ein. Die verschiedenen Schritte, die zwischen Biomassegewinnung und Nutzenergie stehen, zeigt die untenstehende Abbildung.
Detailansicht (Quelle: Prof. Dr.-Ing. Peter Quicker, TEER, Lehr- und Forschungsgebiet Technologie der Energierohstoffe, RWTH Aachen, Wüllnerstraße 2, 52062 Aachen)
Auf den folgenden Seiten erläutern wir, was Biomasse ist, wie man sie nutzbar macht, welche Vorteile sie bietet und welches Potential sie in NRW hat. Unter den Rubriken Strom, Wärme und Kraftstoffe stellen wir Technologien vor, die bereits am Markt etabliert sind. Zudem finden Sie einen Ausblick auf zukünftige Technologien und innovative Projekte in Nordrhein-Westfalen.
Über die verschiedenen Arten von Biomasse und was der Gesetzgeber definiert.
Um Biomasse energetisch nutzen zu können, muss diese umgewandelt werden. Es gibt verschiedene Konversionstechniken.
Die Nutzung von Bioenergie kann anhand ethischer, technologischer, ökonomischer und ökologischer Kriterien bewertet werden. Die Aspekte CO2-Bilanz, stofflich-energetische Nutzung und Nährstoffbilanz werden skizziert.
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