Holzhackschnitzel sind für die Wärmeversorgung der privaten Haushalte nicht von Bedeutung: Sie machen nicht einmal 1 % der in diesem Sektor genutzten Holzbrennstoffe aus. Sie kommen meistens in größeren Anlagen und Heizwerken bis 1 Megawatt Feuerungswärmeleistung in Einsatz, so z.B. in Landwirtschaftsbetrieben, Kommunen und Gewerbe. Während im privaten Bereich meist Waldholzhackschnitzel verfeuert werden, wird in den größeren Biomasseanlagen überwiegend Altholz und Industrierestholz verwendet.
Hackschnitzel werden aus getrocknetem Waldholz oder Holzresten der Holzverarbeitung hergestellt, getrocknet und zerkleinert. Sie werden in Deutschland – in Ermangelung entsprechender DIN-Normen – meist unter Zuhilfenahme der österreichischen Norm M7133 gehandelt.
Hackschnitzelfeuerungen funktionieren ähnlich wie Pelletfeuerungen und sind damit vollautomatisch und bis zu 30 Prozent der Nennleistung teillastfähig. Hackschnitzelfeuerungen haben eine höhere Leistung als Pelletkessel: Das Spektrum reicht von 15 kW bis in den zweistelligen Megawattbereich. Ab einer bestimmten Größenordnung, ab etwa 0,5 MW, ist die Kraft-Wärme-Kopplung eine Option, also die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme. Auch die Einspeisung in ein Nahwärmenetz zur Beheizung mehrerer Wohneinheiten wird in dieser Leistungsklasse eine rentable Angelegenheit.
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