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Saline Aquifere

In unterschiedlichen Tiefen unter der Erdoberfläche trifft man Sandsteinschichten an, deren Poren mit Sole gefüllt sind. Diese salinen Aquifere bieten großes Speicherpotenzial, das jeweils neu daraufhin untersucht werden muss, ob zum Beispiel eine Gas-undurchlässige Deckschicht aufliegt oder ob die Gesteinsporen aufnahmefähig sind. Erforscht werden derzeit die geochemischen Reaktionen des CO2 mit dem umgebenden Stein und die Auswirkungen der Sole-Verdrängung durch die Injektion von CO2.

Es ist davon auszugehen, dass ein Teil des eingepressten CO2 über die Jahre entweder in Mineralien gebunden wird oder sich im Wasser der Gesteinsformation löst und nach unten sinkt (Konvektion), so dass auf Dauer immer weniger freies CO2 im Speicher vorhanden wäre. Im April 2009 zeigte eine Studie aus Manchester, erschienen in der Zeitschrift „Nature“, dass es vor allem die Lösung in Wasser ist – ähnlich wie im Mineralwasser, – die das CO2 dauerhaft bindet.

Die Erkenntnisse über das Verhalten von Kohlendioxid im Aquifer-Speicher gewinnt man vor allem aus dem Projekt Sleipner. Seit 1996 wird auf einer norwegischen Gasförderplattform das CO2 aus dem Erdgas abgeschieden und in eine etwa 1000 Meter tiefe salzwasserführende Schicht gepresst.

Seit Juni 2008 läuft im brandenburgischen Ketzin das Projekt CO2SINK des Deutschen Geoforschungszentrums Potsdam, an dem zahlreiche Universitäten, Institute und Unternehmen Europas beteiligt sind. An die 60.000 Tonnen CO2 sollen dort in einen salinen Aquifer injiziert werden.

Die RWE Dea hat Antrag auf Untersuchung potenzieller Speichergebiete in Schleswig-Holstein gestellt.

 

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