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FAQ

Was ist CO2?
Kohlenstoffdioxid, meist Kohlendioxid genannt, ist ein geruch- und farbloses Gas aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Es ist zu etwa 0,04 % in der Luft enthalten, zu etwa 4 Prozent in der ausgeatmeten Luft eines Menschen. Umgekehrt binden Pflanzen und bestimmt Bakterienarten CO2 und wandeln es bei der Photosynthese in Glukose um.
Als eines der Treibhausgase in der Atmosphäre ist CO2 daran beteiligt, dass die Erde nicht auskühlt. Doch der von Menschen verursachte Anstieg des CO2-Anteils unter anderem durch Verbrennung von fossilen Stoffen führt nun zur weiteren Erderwärmung  und ihren bedrohlichen Folgen, die durch Klimaschutzmaßnahmen verhindert werden sollen.

Wozu wird CO2 verwendet?
Pflanzen nehmen CO2 auf und wandeln es unter anderem in Sauerstoff um.
Technisch benötigt die Lebensmittelindustrie CO2 für Getränke und zur Wasserneutralisation. Als technisches Gas dient es zur chemischen Reinigung, als Arbeitsmittel in Kühlgeräten oder als Treibmittel in Spraydosen. Kohlendioxid und Kohlenmonoxid sind Ausgangsstoffe zur Herstellung verschiedener Werkstoffe, beispielsweise Polyurethan, Karbonate und Methanol.

Ist CO2 gefährlich?
CO2 ist in der Luft zu etwa 0,04 % enthalten, zu etwa 4 Prozent in der ausgeatmeten Luft eines Menschen. Direkt physiologisch gefährlich für Lebewesen kann CO2 ab einer Konzentration von 5 % in der Luft sein, dann treten Kopfschmerzen und Schwindel auf. Eine Konzentration von 8 % kann tödlich sein. Unfälle mit CO2 geschehen meist dort, wo das Gas durch Gärprozesse entsteht und kein Luftaustausch stattfindet, zum Beispiel in Weinkellern oder Silos.

Was heißt eigentlich CCS?
Unter CCS (engl. Carbon Capture and Storage) versteht man die Gesamtprozesskette der Abtrennung, des Transportes und der Speicherung von CO2.

Was bedeutet CO2-Abtrennung?
Das bei der Verbrennung freigesetzte CO2 kann in drei Verfahren vom Rauchgas abgetrennt werden:
Pre-Combustion: Abtrennung von CO2 durch Vergasung der Kohle vor der Verbrennung
Oxyfuel-Verfahren: Verbrennung der Kohle mit reinem Sauerstoff zu Wasserstoff und CO2.
Post-Combustion: Das CO2 wird nach der Verbrennung mit einem Lösungsmittel aus dem Rauchgas gewaschen (CO2-Wäsche)

Welche der drei CO2-Abscheidetechniken hat die besten Chancen auf Umsetzung?
Pre-Combustion (IGCC), Oxyfuel oder Post-Combustion - jede der drei Technologien hat Vor- und Nachteile. Derzeit lässt sich noch nicht einschätzen, welche die besten Chancen auf eine Umsetzung im großindustriellen Maßstab hat.
Post-Combustion und bedingt Oxyfuel sind Nachrüstvarianten für bestehende und derzeit im Bau befindliche Kraftwerke.

Ist CCS nur bei Kraftwerken anwendbar?
Die Abscheidung von CO2 aus Abgasen kann auch in anderen Branchen wie der Stahl- oder Chemieindustrie angewendet werden.

Wie kann das CO2 transportiert werden?
Das CO2 kann per Pipeline, mit Tanklastwagen oder per Schiff transportiert werden

Warum sollen Pipelines zum Transport des CO2 gebaut werden?
Angesichts der großen Mengen an Kohlendioxid, die in Kraftwerken anfallen, derzeit sind das in Deutschland 370 Millionen Tonnen im Jahr, scheinen Pipelines die einzig praktikable Transportlösung. Tanklastwagen oder Bahnzüge haben nicht genug Kapazitäten. Für einen Transport zu Speichern, die z.B. unterhalb der Nordsee liegen, können eventuell auch Tankschiffe eingesetzt werden.

In welcher Art von Speichern kann CO2 gelagert werden?
Als Speicher bieten sich in Deutschland zwei Arten von geologischen Formationen an. Zum einen sind das ausgeförderte Erdgas-Lagerstätten, die das Gas über Millionen von Jahren dicht eingeschlossen haben. Zum anderen kommen saline Aquifere in Frage, das sind poröse, Salzwasser führende Sandsteinschichten, deren Hohlräume das CO2 ähnlich wie ein Schwamm aufnehmen.

Wie lange reichen die Speicherkapazitäten?
Die Größe der unterirdischen Speicher für CO2, die in Deutschland zur Verfügung stehen, kann man derzeit nur schätzen. Experten gehen davon aus, dass sie etwa 40 bis 70 Jahre lang den Kohlendioxid-Ausstoß deutscher Kraftwerke aufnehmen könnten. Ein genaues Kataster ist in Vorbereitung.
Speicher in der Nordsee (z.B. Sleipnerfeld) haben eine deutlich höhere Aufnahmekapazität.

 

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