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JI / CDM Netzwerk.NRW

Joint Implementation (JI) und Clean Development Mechanism (CDM) zielen auf die weltweite schnelle Verbreitung von Klimaschutztechnologien ab. Denn nur wenn innovative Energielösungen auch in Entwicklungs- und Schwellenländern zügig zur Anwendung kommen – so der Grundgedanke des Kyoto-Protokolls - , lässt sich der Ausstoß von Treibhausgasen in den kommenden Jahren begrenzen. JI und CDM entwickeln derzeit ein dynamisches Geschäftsfeld, bei dem sich neue Exportwege für Technologieanbieter in Entwicklungs- und Schwellenländern öffnen. Doch der Markt und seine speziellen Spielregeln erweisen sich für Anbieter wie für Nachfrager als sehr komplex.

Weltkugel
Neue Partnerschaften für neue Märkte
Im August 2008 hat die EnergieAgentur.NRW deshalb ein JI / CDM Netzwerk.NRW ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Marktchancen für NRW-Unternehmen bei internationalen Klimaschutzprojekten zu verbessern. Das Netzwerk bündelt das Know-how in der Region  und bringt passende Projektpartner zusammen. NRW beheimatet nicht nur weltweit führende Technologieanbieter, sondern auch erfahrene Projektierer und Investoren. Vernetzt waren diese Firmen allerdings bislang nicht. Kurze Wege bei der Projektplanung und Paketlösungen für Investition + Projektierung + Anlagenbau können dem Angebot aus NRW  ein besonderes Profil verleihen. Für diejenigen Unternehmen aus NRW, die dem CO2-Handel unterliegen, liefert das Netzwerk zudem nützliche Verbindungen bei der Beschaffung von CO2-Zertifikaten.

Blick über die Grenzen
Der Blick über die Grenzen zeigt, dass Länder wie Großbritannien, die Schweiz oder auch die Niederlande sehr erfolgreich bei der Registrierung von Klimaschutzprojekten vorgehen und sich entsprechend hohe Marktanteile sichern. Spitzenreiter GB (34 Prozent) hat sich als Börsenplatz bereits früh auf spezielle Finanzierungsangebote und die Bereitstellung von Risikokapital eingestellt. Die Schweizer investieren einen Teil ihrer Einnahmen aus dem „Klimarappen“ in Kyoto-Projekte und haben einen Vorsprung bei der technischen Abwicklung gegenüber den EU Staaten. Sie sichern sich so knapp 23 Prozent  der registrierten CDM Projekte. Die Niederlande bieten ein abgespecktes Antragsverfahren – gut elf Prozent des CDM Marktes sind dort registriert. Auf Deutschland entfiel im September 2008 ein Marktanteil von knapp vier Prozent.

Lassen sich die Erfolgsrezepte der Nachbarstaaten auf  NRW übertragen? Welche Erfahrungen haben Unternehmen mit dem komplexen Antragsverfahren gemacht? Macht es Sinn auch kleine Mengen an CO2-Zertifikaten auf den Markt zu bringen? Gibt es Kontakte zu den Genehmigungsstellen in bestimmten Gastländern? Die EnergieAgentur.NRW bietet eine Plattform zu allen aktuellen Fragen rund um JI / CDM und speist ihre Projekterfahrungen in das Netzwerk ein. Sie steht dabei im Austausch mit dem Bundesumeltministerium und mit der Deutschen Energiegentur (dena), um die regionalen Aktivitäten gezielt an die Bundesebene anzubinden.

Kontakt:
Rainer van Loon
van.loon@energieagentur.nrw.de

 

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