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News vom 13.04.2011

„Heiße Angelegenheit“: effizient kochen und backen

13. April 2011, Berlin (dena)

Gasherd © Liane Matrisch, Panthermedia

Nicht "auf Sparflamme", aber
energiebewusst kochen.
© Liane Matrisch, Panthermedia

Auch bei der Nutzung von Herden und Backöfen können Verbraucher den Strom- und Gasverbrauch erheblich beeinflussen: Einfache Tricks helfen, die Energiekosten zu senken – und haben mitunter noch ganz andere Vorteile.

Zunächst einmal: Es muss nicht immer der Herd sein. Für das Aufwärmen kleiner Mengen ist die Mikrowelle unschlagbar effizient. Für heißes Wasser bleibt der Elektroherd ebenfalls besser kalt: Ein elektrischer Wasserkocher erhitzt Wasser weitaus energieeffizienter – und sogar deutlich schneller. Und auch der Eierkocher spart bis zu 50 % Energie im Vergleich zur Zubereitung auf dem Herd.

Tipps für den Herd

  • Kochen ohne Topfdeckel ist wie Heizen bei offenem Fenster. Ohne den passenden Topfdeckel muss für das Kochen und Garen etwa dreimal mehr Energie aufgewendet werden. Werden fest schließende Topfdeckel verwendet, geht die Wärme nicht verloren, sondern bleibt im Topf.
  • Eingefleischte Topfgucker behalten mit gläsernen Topfdeckeln den Durchblick. So können sie auf das ständige Öffnen des Deckels verzichten – auch das spart erheblich Energie.
  • Elektroherde haben eine lange Nachheizphase. Deshalb lohnt es sich, mit Fingerspitzengefühl zu kochen. Denn Kochplatten liefern auch nach dem Abschalten noch genügend Restwärme für den Kochvorgang.
  • Bei der Zubereitung von Gemüse und Kartoffeln reicht es, den Topfboden mit Wasser zu bedecken und den Topf während des Garens gut zu verschließen. So garen die Lebensmittel sanft im Wasserdampf, und die Vitamine bleiben erhalten.
  • Wenn das Kochgeschirr kleiner ist als die Kochplatte, geht unnötig Wärme verloren. Deshalb sollten immer Töpfe und Pfannen mit einem Durchmesser gewählt werden, der zur jeweiligen Kochplatte passt.
  • Ein ebener Topf- oder Pfannenboden sorgt für guten Kontakt zur Herdplatte und hilft ebenfalls dabei, Energie zu sparen.
  • Der Einsatz hoher, schmaler Töpfe verbraucht weniger Energie als die Verwendung niedriger, breiter Töpfe.
  • Der Schnellkochtopf ist zwar aus der Mode gekommen, dennoch lohnt seine Wiederentdeckung besonders bei Garzeiten über 20 Minuten: Schnellkochtöpfe sparen nicht nur bis zu 30 Prozent Energie, sondern darüber hinaus auch Zeit.
  • Tiefgekühlte Lebensmittel sollten nicht mit Hilfe des Herdes aufgetaut werden. Energieeffizienter ist es, Tiefkühlgut im Kühlschrank aufzutauen.


Tipps für den Ofen

  • Das Vorheizen des Backofens ist oft verzichtbar, denn ein Braten bspw. wird trotzdem gar und kross; Ausnahmen sind lediglich empfindliche Teigsorten wie Blätterteig. Der Verzicht auf das Vorheizen kann den Energieverbrauch um bis zu 20 % reduzieren.
  • Backen mit Umluft ist energieeffizienter als Backen mit Ober- und Unterhitze: Durch die gleichmäßige Wärmeverteilung im Ofeninneren kann die Betriebstemperatur etwa 20 bis 30 °C niedriger eingestellt werden als im Rezept vorgegeben. Außerdem lassen sich bei Bedarf mehrere Backbleche gleichzeitig nutzen.
  • Um die Temperatur im Ofeninneren konstant zu halten, sollte die Ofentür während des Backvorgangs nicht ständig geöffnet werden. Ansonsten geht Wärme ungenutzt verloren, und der Ofen muss nachheizen.
  • Je nach vorangegangener Backzeit kann die Nachwärme zum Beispiel für Gebäck und Braten bis zu 15 Minuten lang genutzt werden, nachdem der Backofen ausgeschaltet wurde.
  • Braten sollte stets ein Gewicht von mindestens zwei Kilogramm haben, um im Backofen zubereitet zu werden. Sind die Bratenstücke kleiner, lassen sie sich effizienter in Pfanne oder Topf zubereiten.

 

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