In NRW profitieren über 10.000 Menschen vom Wohnen mit der Sonne. Durch die Projekte „50 Solarsiedlungen in NRW“ und „100 Klimaschutzsiedlungen in NRW“ wurden bereits fast 100 Siedlungsvorhaben initiiert, die das Ziel dieser Energieeffizienz mit unterschiedlichen Lösungen verfolgen. „Sowohl im Neubau als auch im Bestand demonstrieren diese Siedlungen, welche hohe Wohn- und Lebensqualität durch solares Planen und Bauen realisiert werden kann. Über die energetischen Anforderungen hinaus wurde bei den Solarsiedlungen aber auch auf weitere Belange der Nachhaltigkeit geachtet. Die Standorte müssen beispielsweise alle mit nahen Versorgungsangeboten eingebunden sein und über einen guten Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr verfügen,“ sagte NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel heute vor rund 280 Experten auf der Fachtagung in der Stadthalle Wuppertal.
Im Rahmen seiner Klimaschutztour besuchte NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel am 1. Juni auf der 21. Tour-Etappe die Solarsiedlung Düsseldorf-Garath. Gemeinsam mit der Rheinwohnungsbau GmbH weihte die 38. nordrhein-westfälische Solarsiedlung aus dem Programm "50 Solarsiedlungen in NRW" ein und enthüllte einen „Solarpoint“ (siehe Foto). Weitere 13 Solarsiedlungen befinden sich kurz vor der Fertigstellung.
Gemeinsam mit dem japanischen Botschafter in Deutschland, Takeshi Nakane, besuchte Klimaschutzminister Johannes Remmel im Rahmen seiner Klimaschutztour die Solarsiedlung Köln-Niehl. Die Solarsiedlung Köln-Niehl wurde in den 50er-Jahren für die Arbeiter der Ford-Werke gebaut und komplett energetisch saniert. Bei den Häuserzeilen wurden unter anderem Wände gedämmt, Fenster erneuert und Grundrisse verändert. Seit der Fertigstellung 2010 wird im Altbestand der Energiestandard für Neubauten erreicht. Die Wohnungen werden durch Nahwärmezentralen mit Gasbrennwerttechnik und mit Unterstützung von Solarthermie geheizt. Die japanischen Diplomaten besuchten auch weitere Erneuerbare Energien-Projekte wie das Windtestfeld Grevenbroich und das Solarturmkraftwerk Jülich.
In NRW sind mehr als 50 Solarsiedlungen entstanden: 37 sind realisiert, 14 befinden sich kurz vor der Fertigstellung. Jetzt bietet ein Foto- und Informationsband der EnergieAgentur.NRW einen Überblick über die Siedlungen in 34 Städten und Gemeinden. Auf 200 Seiten werden die Siedlungen mit vielen Informationen und Interviews vorgestellt. „Die Solarsiedlungen zeigen: Die beschleunigte Energiewende kommt in den eigenen vier Wänden an. Wir haben uns mit dem Entwurf für das Klimaschutzgesetz ehrgeizige Ziele gesetzt. Wir können diese Ziele mit erneuerbaren Energien und mit mehr Energieeffizienz und der Einsparung von Energie erreichen. Die 50 Solarsiedlungen in NRW zeigen, wie es geht: Wenig Energieverbrauch, hoher Wohnkomfort und der Einsatz erneuerbarer Energien schaffen Lebensqualität. Das ist Klimaschutz – Made in NRW“, sagte Klimaschutzminister Johannes Remmel.
Erstmalig zeichnet der Rat der Stadt Mönchengladbach, in enger Kooperation mit der Stadtsparkasse Mönchengladbach und der NV AG Bauprojekte aus, die in ihrer Konzeption und Ausführung nachhaltig und umweltverträglich sind. Den 1. Preis erhielt die Solarsiedlung der GWSG am 19.12.2011.
Die Fordsiedlung der LEG in Köln-Niehl erhielt eine „Besondere Anerkennung“ im Rahmen des Wettbewerbs zum Deutschen Bauherrenpreis 2011/2012 der Aktion „Hohe Qualität – Tragbare Kosten“. Somit überzeugt das ambitionierte und erfolgreiche Modernisierungsprojekt des Wohnungsunternehmens neben den zufriedenen Mietern nun auch die Fachwelt.
Am 22.06.2011 wurde in Dormagen das Malterserstift St. Katharina feierlich eingeweiht. Die neue Wohn- und Pflegeeinrichtung wurde nach nur gut einjähriger Bauzeit fertig gestellt und verfügt über 85 Pflegeplätze und 34 Appartements für Wohnen mit Service. Die Solarsiedlung wurde im Passivhausstandard erstellt und nutzt für die Warmwasserbereitung Solarkollektoren, die vor einer Fassade aufgeständert sind.
Rund 200 Besucher feierten am 10. Juni 2011 die Grundsteinlegung der Matthias-Claudius-Höfe. Für rund 180 Mieter soll mitten in der Stadt eine integrative Mehrgenerationen-Wohnanlage realisiert werden. Als „Dorf in der Stadt“ sollen neben unterschiedlichen Wohnformen auch Gemeinschaftseinrichtungen, wie eine Schule, eine Kirche und Gastronomie entstehen. Die Solarsiedlung wird im Drei-Liter-Standard gebaut und sowohl thermische als auch photovoltaische Solaranlagen nutzen.
Am 15.10.2010 konnte in Köln-Niehl eine weitere Solarsiedlung der Landesentwicklungsgesellschaft NRW (LEG) eingeweiht werden. Durch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen und die Nutzung von Solaranlagen zur Warmwasserbereitung werden die CO2-Emissionen um über 90 % reduziert. In der ehemaligen Ford-Siedlung werden zukünftig über 800 Mieter in modernen Wohnungen von geringen Energiekosten profitieren.
EUROSOLAR vergab am 9.10.2010 den Deutschen Solarpreis 2010. In der Kategorie Solares Bauen und Stadtentwicklung wurde die Wohnungsbaugenossenschaft Erbbauverein Köln eG für ihr langjähriges und nachhaltiges Engagement zur Einbindung solarer Potentiale in die Entwicklung ihres Wohnungsbestandes und Neubaus ausgezeichnet.
In der Siedlung sonne+ ist der Name Programm: Unter strahlend blauem Himmel begingen die Hertener Stadtwerke und die Stadt Herten mit den Siedlungspartnern, Anwohnern, zukünftigen Nachbarn und Gästen aus Politik und Verwaltung den Ersten Spatenstich in der Scherlebecker Siedlung.
Am 26. und 27. Juni 2010 laden die Architektenkammern in allen Bundesländern zum Tag der Architektur, bei dem neue und sanierte Bauwerke besichtigt werden können. In der EnergieRegion Nordrhein-Westfalen werden auch drei Solarsiedlungen in Düsseldorf, Köln und Münster von den jeweiligen Architekten und Bauherren der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Solarsiedlung Gelsenkirchen-Bismarck war die erste Solarsiedlung im Ruhrgebiet. Sowohl der Gelsenkirchener Bauträger B+G Bau+Grund Immobilien GmbH als auch der Ratinger Bauträger Interboden errichteten von 1999-2001 in Bismarck ein Modellprojekt, das bis heute weit über Gelsenkirchens Grenzen hinaus Vorbildcharakter besitzt. Zum 10jährigen Bestehen der Solarsiedlung Gelsenkirchen-Bismarck hat der SOL Förderverein für solare Energie und Lebensqualität e.V. jetzt ein Buch publiziert.
Am 23. und 24. März 2010 beteiligte sich die EnergieAgentur.NRW erstmals mit einem Gemeinschaftsstand an der KomCom in Essen. Auf der Fachmesse für den öffentlichen Sektor wurden vor allem Lösungen aus dem Bereich der Informationstechnologie für kommunale Verwaltungen und Dienstleistungen vorgestellt. In diesem Jahr gab es in Essen zum ersten Mal den Themenpark KomZu - Kommunale Zukunft Deutschland - mit den Themenschwerpunkten Energiemanagement, Facility Management, Licht/Beleuchtung sowie Umwelt- und Naturschutz.
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Das Projekt soll dazu beitragen die wärmebedingten CO2-Emmissionen in Wohnsiedlungen weiter konsequent zu reduzieren
Die Clusterpolitik in NRW fördert die Kooperation von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Öffentlicher Hand in 16 Branchen- und Technologiefeldern.
Die unabhängige Landesinstitution berät Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen zur Energieeffizienz und zu Erneuerbaren Energien.