
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in besonders energieintensiven Branchen sollen in die Lage versetzt werden, ihre Energieeffizienz und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.
Branchenvergleiche, Einsparpotenziale bei den übertragbaren Querschnittstechnologien sowie eine Fülle von guten Praxisbeispielen sollen Unternehmen motivieren, sich über ihre eigenen Einsparpotenziale im Energiebereich Gedanken zu machen und wirtschaftliche Maßnahmen zu ergreifen, um den Energieverbrauch und damit ihre Energiekosten deutlich zu reduzieren.
Die Umsetzung der Branchenenergiekonzepte (BEK) soll dazu beitragen, CO2-Emissionen in Industrie- und Gewerbetrieben zu reduzieren und somit die verschiedenen Branchen auf zukünftige Regelungen zum CO2- Zertifikatehandel vorbereiten.
Dem einzelnen Betrieb wird mit dem Branchenenergiekonzept in komprimierter und übersichtlicher Form eine Orientierungshilfe zur Verfügung gestellt, die es ihm ermöglicht, Schwachstellen und Lösungsmöglichkeiten für das eigene Unternehmen zu erkennen und gezielt in den relevanten Bereichen aktiv zu werden. Dabei kann es sich um einfache und schnell umsetzbare organisatorische und technische Maßnahmen handeln, aber auch um den Schritt zu einer umfassenden betrieblichen Modernisierung mit Unterstützung durch fachkompetente Berater.
Im Gegensatz zu einzelbetrieblichen Untersuchungen werden durch Branchenenergiekonzepte branchentypische und übertragbare Maßnahmen zur Behebung betrieblicher Schwachstellen aufgezeigt, die für eine Vielzahl von Betrieben anwendbar sind.
Dieses Projekt wurde gefördert von der NRW-Landesregierung.
Für die Themen „Textilindustrie“ „Krankenhäuser“ „Recycling“, sowie „Papierindustrie“ sind jeweils folgende Informationsmittel für Sie aufbereitet:
Branchenenergiekonzept für Textilindustrie
Energie ist einer der wesentlichen Kostenfaktoren in der Produktion. Die deutsche Textilindustrie kann durch den rationellen Einsatz von Energie erhebliche Kostenreduzierungen erzielen und dabei einen wesentlichen Beitrag zur Schonung der Ressourcen und zum Schutz unseres Klimas leisten. Vor allem aber kann ein effizienter Umgang mit Energie die Wettbewerbsfähigkeit steigern und damit die Zukunft der Betriebe sichern. Vielen ist jedoch noch nicht bewusst, dass die Umsetzung von Maßnahmen zur Reduzierung von Energieeinsatz und -kosten schon mit geringen Investitionen möglich ist oder dass sich auch größere Investitionen aufgrund der hohen Energiepreise manchmal recht schnell amortisieren.
Seit nunmehr zehn Jahren ist es das Ziel einer Arbeitsgemeinschaft aus Textilverbänden, Hochschulen und Energieberatern, praxisorientierte Hilfestellung für Betriebe der Textilindustrie zum Einsparen von Energie im Produktionsprozess zu entwickeln. Mit Unterstützung des Landes NRW entstand so ein ausführlicher Leitfaden, der insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen Möglichkeiten aufzeigte, ihre energiewirtschaftlichen Strukturen zu analysieren, Chancen zur Energieeinsparung aufzudecken und durch die entsprechende Umsetzung die Kosten dauerhaft zu senken.
Branchenenergiekonzept für Krankenhäuser
In Krankenhäusern liegt der Anteil der Energiekosten an den Gesamtkosten zwischen 2 und 3 %, der Anteil an den Sachkosten bei 6 bis 7 %. Aufgrund der steigenden Preise sind die Energiekosten für die Einrichtungen längst zu einem deutlich spürbaren Kostenfaktor geworden. Das Thema Energieeffizienz erhält daher eine immer größere Bedeutung.
Zahlreichen Krankenhäusern gelang es bereits, durch rationellen Energieeinsatz und ein durchdachtes Energiemanagement die angewachsenen Kosten wieder deutlich zu senken. Einsparpotentiale von bis zu 30 % sind möglich und in verschiedenen Projekten nachweislich erreicht worden. In allen Bereichen – von Wärme über Strom und Wasser bis zum Abwasser – lassen sich signifikante Einsparungen erzielen. Federführend wurden die Einrichtungen bei Planung und Durchführung von der Arbeitsgemeinschaft „Rationelle Energienutzung in Krankenhäusern“ unterstützt, die das Energiekonzept für die Branche erarbeitet hat.
Branchenenergiekonzept für die Recyclingindustrie
Die steigenden Energiepreise sind längst zu einem spürbaren Kostenfaktor in den Unternehmen der Recyclingindustrie geworden. Verstärkt wird dieser Effekt durch die fortschreitende Automatisierung in der Aufbereitungs- und Sortiertechnik. Die damit deutlich zunehmende Nutzung von Maschinen bewirkt einen anwachsenden Energieverbrauch. Dadurch erhält das Thema Energieeffizienz eine immer größere Bedeutung. Zahlreichen Recyclingbetrieben gelang es bereits, durch ein durchdachtes Energiemanagement und gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz die gestiegenen Kosten wieder deutlich zu senken. Federführend wurden die Unternehmen bei Planung und Durchführung der Maßnahmen von der Arbeitsgemeinschaft Recyclingindustrie unterstützt.
Branchenenergiekonzept für die Papierindustrie
Die deutsche Papierindustrie verzeichnete nach Angaben des Verbands Deutscher Papierfabriken (VDP) 2007 einen Anteil von mehr als neun Prozent des Energieverbrauchs, den das verarbeitende Gewerbe in der BRD insgesamt aufweist. Damit gehört die Papierindustrie zu den fünf energieintensivsten Branchen mit einem Energiekostenanteil von mittlerweile durchschnittlich 12 % des Umsatzes. Die steigenden Energiepreise sind für die Unternehmen längst zu einem deutlich spürbaren Kostenfaktor geworden. Das Thema Energieeffizienz erhält daher eine immer größere Bedeutung. Zahlreichen Betrieben gelang es bereits, durch ein durchdachtes Energiemanagement und gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, die angewachsenen Kosten wieder deutlich zu senken. Federführend wurden die Unternehmen bei Planung und Durchführung von der Arbeitsgemeinschaft „Branchenenergiekonzept Papier“ unterstützt.
Hier finden Sie die genannten Basisinformationen zu Querschnitts-Technologien:
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5/2010 Beleuchtung |
5/2010 Drucklufttechnik |
5/2010 Elektrische Antriebe |
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5/2010 Energiemanagement |
5/2010 Heizung |
5/2010 Kälteerzeugung |
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Hier finden Sie einige ausgewählte "Best Practice"-Beispiele von kleinen und mittleren Unternehmen in NRW
Ziel der Energieeffizienzoffensive „NRW spart Energie“ ist es, den Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 um mindestens 20 Prozent zu senken.
Das virtuelle Unternehmen der EnergieAgentur.NRW: Ob Beleuchtung, Lüftung, Drucklufterzeugung – per Mouseclick können sich Unternehmer nun beim virtuellen Rundgang „vor Ort“ informieren, wo sich Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz verbergen.
Branchenenergiekonzepte zeigen branchentypische und übertragbare Maßnahmen zur Behebung betrieblicher Schwachstellen auf.
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