Willkommen bei der EnergieAgentur.NRW

Link zur Startseite der EnergieAgentur.NRW
Start EA.NRW Sitemap Kontakt Anfahrt Impressum
Über uns Presse Info & Service Termine
Start 

Navigation

  • Branchen
    • Branchenenergiekonzept
    • Dienstleister
    • Handwerk / Gewerbe
    • Industrie
      • Betonwerke
      • Brauereien
      • Ernährungsindustrie
      • Fleischverarbeitende Industrie
      • Galvanik
      • Getränkeindustrie
      • Großbäckereien
      • Holzbe- und verarbeitende Industrie
      • Kunststoffverarbeitende Industrie
      • Maschinen- und Stahlbauindustrie
      • Metall- und Eisenwarenindustrie
      • Metallschmelzbetriebe
      • Molkereien
      • Papierindustrie
      • Sägeindustrie
      • Stein- und keramische Industrie
      • Textilindustrie
  • Berechnungsprogramme
  • Beschaffung
  • Energiemanagement
  • Erneuerbare Energien
  • Finanzierung
  • Technologien
  • Virtuelles Unternehmen

  • EnergieAgentur.NRW

Inhalt

Druckversion Seite drucken

Energieeffizienz in Brauereien

  • NRW-Branchenenergiekonzept für Brauereien

In den letzten Jahren ist das konstante Wachstum der Branche durch die herabgesetzten Grenzwerte der erlaubten Promillegrenze im Straßenverkehr deutlich eingebremst worden. Als Gegenstrategie werden von vielen Brauereien vermehrt alkoholfreie Biere und Leichtbiere angeboten.

Die Wirtschaftskammer Oberösterreich untersuchte 14 Brauereien als repräsentative Pilotbetriebe im Detail und ermittelte Branchenkennzahlen. Auf dieser Seite sind die Ergebnisse aus diesen Untersuchungen zusammengefasst.

   
Zunächst werden die einzelnen Produktionsschritte bei der Bierherstellung erläutert:

  • Maischen
    Das geschrotete Malz wird in der Sudpfanne mit dem Brauwasser vermischt und unter Einhaltung verschiedener Rastzeiten auf ca. 70°C erhitzt. Dabei wird durch Enzyme die Stärke des Malzes in Malzzucker umgewandelt.
  • Abläutern
    Die unlöslichen Stoffe der Maische - die Trebern - werden von den flüssigen - der Würze - getrennt
  • Kochen
    die Würze wird in der Würzpfanne auf rund 100°C aufgekocht und durch Zugabe des Hopfens werden die Hopfenbitterstoffe ausgelöst. Durch das Entweichen von Dampf wird die Konzentration der Würze gesteuert. Die verbliebenen Inhaltsstoffe bezeichnet man als Stammwürze. Der sogenannte Heißtrub, der sich während der Kochung gebildet hat, wird in einem Whirlpool ausgeschieden
  • Kühlen
    Die noch kochende heiße Würze wird nun in einer Stunde auf die sogenannte Anstelltemperatur gekühlt. Diese beträgt 6°C für untergärige Hefe und 20°C für obergärige Hefe. Direkt nach der Kühlung wird Luft eingeblasen und die Hefe zugegeben.
  • Gären
    Bei der Gärung in den Gärbehältern wird der Malzzucker von der Hefe in Alkohol und Kohlensäure gespalten. Die Steuerung wird durch die Kühlung bewirkt.
  • Lagern
    Das Jungbier kommt nun mit einer Temperatur um 0°C zwischen 2 (Märzen- oder Lagerbiere) und 6 Monate (Bockbier) in den Lagerkeller zur Nachgärung. Hier bildet das Bier langsam sein Aroma.
  • Filtrieren
    Trübende Bestandteile wie Hefereste werden entfernt. Zwicklbiere werde nicht, hefetrübe Weizenbiere nur grob gefiltert.
  • Abfüllen
    Das Bier wird in die verschiedenen Gebinde - Flaschen, Fässer - gefüllt.


Energiekennzahlen:

Grafik Energiebedarf

Detailansicht

Der Abbildung ist zu entnehmen, wie der Energieverbrauch (Strom und Wärme) mit der Größe der Brauerei zunimmt. Größere Brauereien arbeiten wegen der besseren Auslastung der Produktionsanlagen (kontinuierlicher Betrieb) effizienter als kleinere.


Aufteilung der Energieverbräuche:

  • 26 % Elektrische Energie
  • 74 % Wärmeenergie

   
Aufteilung der elektrischen Energie:

  • 40 % Kälte
  • 23 % Allgemein
  • 18 % Abfüllung
  • 13 % Sudhaus
  • 6 % Luft


Aufteilung der Wärmeenergie:

  • 43 % Sudhaus
  • 25 % Flaschenabfüllung
  • 14 % Sonstige
  • 9 % Faßabfüllung
  • 6 % Faßabfüllung
  • 3 % Filtration
       

spezifischer Strombedarf [kWh/hl]

7

12

39 

Richtwert für Betriebe bis 50.000 hl/a in [kWh/hl]  

 25

 
Richtwert für Betriebe bis 500.000 hl/a in [kWh/hl]  

 15

 
Richtwert für Betriebe über 500.000.000 hl/a in [kWh/hl]  

 8

 
spezifischer Wämebedarf  [kWh/hl]

18

39

75

Fuhrpark - Transport - Logistik [kWh/hl]

10

 ...

20



Einsparpotentiale:

  
Wahl des günstigsten Energietarifes

Die einfachste und im allgemeinen billigste Möglichkeit, Kosten zu sparen, ist die optimale Ausnutzung der tariflichen Gegebenheiten. Durch die Anpassung von Energielieferverträgen an die betrieblichen Bedingungen können Einsparungen erzielt werden.

   
Lastmanagement senkt die Stromkosten

Der durchschnittliche Strompreis von Betrieben, deren Stromverbrauch über einen 1/4 Stunden Zähler abgerechnet wird, hängt wesentlich vom Leistungsbezug ab. Der Leistungspreis wird meist aus dem Mittel der drei bis zwölf höchsten 1/4 Stunden-Werte eines Abrechnungsjahres ermittelt. In einigen Fällen ist sogar nur der Strombezug innerhalb einer einzigen 15-Minuten-Messperiode ausschlaggebend für die Höhe der Stromrechnung.

Spitzenlastwächter messen gleichzeitig mit dem Stromversorger die jeweilige bezogene Leistung und schalten bei Überschreitung einer frei definierbaren Leistungsgrenze selbsttätig große Verbraucher weg. In Brauereien können als typische schaltbare Verbraucher die Kühlanlagen, CO2 Rückgewinnung, Staplerladegeräte sowie thermische Verbraucher im Braugasthof in ein Lastmanagement eingebunden werden.

  
Effizienzsteigerung

Die ermittelten Kennzahlen zeigen, dass die Effizienzproduktion nicht durch größere Anlagenkapazitäten, sondern vielmehr durch eine bessere Auslastung der Anlagen und die damit verbundene kontinuierliche Produktion verbessert wird. Überdimensionierte Anlagen haben einen schlechten Wirkungsgrad und verursachen hohe Betriebskosten, die Anlagenteile sollten daher aufeinander abgestimmt sein.

  
Kühlanlage

Kühlanlagen eignen sich gut für die Einbindung in Lastmanagementsysteme. Allenfalls kann unter Überwachung von Systemdruck und Systemtemperatur durch Drehzahlregelung der Kältepumpen das Druckniveau allmählich gesenkt werden. Der durchschnittliche Stromverbrauch sinkt dabei bis zu 45 %. Desweiteren eignen sich Eisbänke aufgrund der latenten Schmelzwärme gut als Energiespeicher. Damit kann eine Verlagerung der Kälteproduktion in die Nachtstunden und eine Verringerung der Leistungsspitze erreicht werden. In Brauereien mit eigenem Blockheizkraftwerk kann die anfallende Abwärme allenfalls zum Betrieb von Absorptionskältemaschinen herangezogen werden.

  
Druckluft

Druckluft ist die teuerste aller Energieformen. Regelmäßiger Service an der Druckluftstation, dem Verteilernetz und den Endgeräten verhindert unnötige Verluste. Vielfach wurde ein höheres Druckniveau als notwendig eingestellt. Jedes bar Druckerhöhung verursacht einen Energiemehrbedarf von etwa 7 %, zusätzlich steigen auch die Leckageverluste drastisch an.

  
Einsparungen bei der Wärmetechnik

Durch den hohen thermischen Energieeinsatz bestehen vielfach wirtschaftliche Möglichkeiten zur Abwärmenutzung. Das Hauptproblem sind allerdings die unterschiedlichen Temperaturniveaus sowie die großen Entfernungen innerhalb der Brauereien. Ansatzpunkte für eine Abwärmenutzung ergeben sich vor allem im Sudhaus.

  
Transport und Logistik

Hier helfen vor allem ein modernen Fuhrpark und eine optimale Streckenplanung Treibstoff zu sparen. Vielfach wird der Aufwand für die Abholung des Leergutes unterschätzt. Insgesamt fallen im Transportbereich 20 bis 25 % der Energiekosten und 15 % des Energieverbrauches an.


Quelle: ÖKOBERATUNG, Hessenplatz 3, A-4020 Linz, Tel.: +43 (0)5-90 909-3633, Fax:  +43 (0)5-90 909-3709, office@oeko-beratung.at, www.oeko-beratung.at, http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?AngID=1&StID=88320&DstID=4996



Technisch machbar - wirtschaftlich sinnvoll?

Die Beratung der EnergieAgentur.NRW betrachtet grob die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen, ersetzt aber keine Detailplanung. Wird diese gewünscht, können die Berater fachkompetente Architektur- Consulting-, Ingenieurbüros oder Handwerksunternehmen benennen. Die Beratung ist für das Unternehmen unentgeltlich und neutral. Voraussetzung ist ein Standort in NRW.

 

Durch eine Aktivierung der Social-Media-Buttons senden Sie auch Daten an die Netzwerke, wenn Sie nicht mit den Plugins interagieren, aber beim jeweiligen Anbieter eingeloggt sind. Weitere Informationen . . .

 

Nutzung der Social-Media-Dienste

Wir freuen uns, wenn die Nutzer unserer Website Inhalte auf Twitter, Facebook und Google+ empfehlen. Zu diesem Zweck werden von den Anbietern dieser Plattformen entsprechende Buttons zur Verfügung gestellt.

Durch die Einbindung dieser Buttons werden bereits beim Aufruf einer Seite Daten an Twitter, Facebook und Google+ übertragen, ohne dass Besucher der Seite dem ausdrücklich zugestimmt haben. Neben der Webadresse der besuchten Seite wird auch eine Kennung übertragen, die eine direkte Verknüpfung zwischen dem Besucher der Website und dessen Profil, zum Beispiel auf Facebook, ermöglicht. Ob darüber hinaus weitere Daten übermittelt werden, teilen die genannten Social-Media-Dienste nicht mit.

Um die ungewollte Weitergabe von Benutzerdaten an Twitter, Facebook und Google+ zu verhindern, sind daher die Social-Media-Dienste auf den Websites der EnergieAgentur.NRW standardmäßig deaktiviert. Es werden also keine Daten an Dritte übermittelt, ohne dass Sie dem zugestimmt haben. Erst wenn Sie die Social-Media-Dienste aktiviert und damit Ihre Zustimmung zur Kommunikation mit Facebook, Google+ und Twitter erklärt haben, werden die Buttons auf unserer Website aktiv und stellen die Verbindung mit den Diensten her.

Anschließend können Sie Artikel-Empfehlungen über Twitter, Facebook und Google+ verschicken.

Die Social-Media-Dienste lassen sich auf dieser Seite dauerhaft aktivieren und deaktivieren.

Social Media-Buttons nur dieses Mal aktivieren | dauerhaft aktivieren

Zum Seitenanfang

Online Tools | Publikationen | Newsletter

© 2013 EnergieAgentur.NRW

weiterführende/zusätzliche Infos

Best Practice in NRW

Hier finden Sie einige ausgewählte "Best Practice"-Beispiele von kleinen und mittleren Unternehmen in NRW

  • Mehr

NRW spart Energie

Ziel der Energieeffizienzoffensive „NRW spart Energie“ ist es, den Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 um mindestens 20 Prozent zu senken.

  • Mehr

Virtuelles Unternehmen

Das virtuelle Unternehmen der EnergieAgentur.NRW: Ob Beleuchtung, Lüftung, Drucklufterzeugung – per Mouseclick können sich Unternehmer nun beim virtuellen Rundgang „vor Ort“ informieren, wo sich Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz verbergen.

  • Mehr

Branchenenergiekonzepte für die Industrie

Branchenenergiekonzepte zeigen branchentypische und übertragbare Maßnahmen zur Behebung betrieblicher Schwachstellen auf.

  • Mehr

Klimaschutz made in NRW

  • Mehr