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Optimierung der Abnahmeverhältnisse- Leistungskomponente / Lastganganalyse

Bei leistungspreisabhängigen Stromverträgen entstehen nicht nur Kosten für die bezogene Wirkarbeit. Zusätzlich wird auch die höchste monatlich oder jährlich abgenommene Leistungsspitze ermittelt und in Rechnung gestellt. Dieser Anteil des Leistungspreises kann bis zu 30 % der Gesamtstromkosten betragen.

Eine Reduzierung der Stromkosten kann daher neben einer Verringerung des Stromverbrauchs auch durch die Absenkung von Leistungsspitzen erfolgen. Dazu sollte zunächst eine Aufzeichnung des elektrischen Lastgangs vom Energieversorger angefordert werden. Diese Dienstleistung wird in den meisten Fällen unentgeltlich angeboten.


Detailansicht

Die Darstellung der Leistungsdaten sollte in Form einer Grafik für einen Tag oder eine Woche erfolgen und könnte beispielsweise wie folgt aussehen:
  
Bei den Leistungswerten handelt es sich um gemessene Viertelstundenwerte. Eine Verschiebung eines stromrelevanten Arbeitsvorganges um 15 Minuten kann daher bereits zu einer Verringerung der Lastspitzen führen. Bei der Identifikation der Ursachen elektrischer Lastspitzen ist eine Aufstellung der im Betrieb befindlichen elektrischen Verbraucher hilfreich. In Kombination mit einem aktuellen Lastgang, können häufig die Verursacher der Lastspitzen ausfindig gemacht werden.
   
Sind diese identifiziert, bestehen folgende Möglichkeiten zur Reduzierung der Stromspitzen:
  • Durch eine Änderung des Arbeitsablaufes kann der gleichzeitige Betrieb mehrerer leistungsstarker elektrischer Geräte vermieden werden.
  • Einzelne leistungsstarke Verbraucher können schaltungstechnisch gegeneinander verriegelt werden, so dass ein gleichzeitiger Betrieb nicht möglich ist.
  • Die Installation eines Lastmanagementsystems ermöglicht die gezielte Einstellung einer oberen Lastspitze, die nicht überschritten werden darf. Das System schaltet dann automatisch einzelne Verbraucher für kurze, vorgegebene Zeiträume ab. Die Dauer der Abschaltung und die Auswahl der Geräte, die abgeschaltet werden sollen, kann vom Nutzer individuell festgelegt werden. Voraussetzung ist eine beeinträchtigungsfreie Einbindung der vorhandenen Stromverbraucher in System.


Detailansicht

Für den Anschluss an ein Lastmanagementsystem kommen insbesondere Systeme mit einem Speichervermögen in Betracht, wie z.B. Öfen, Warmluftheizungen, Lüftungsanlagen, Kühlungen etc., bei denen eine kurzzeitige Abschaltung problemlos möglich ist.
Einfache Systeme zur Leistungssteuerung sind ab etwa 4.000 € inkl. Analyse und Installation am Markt erhältlich. Eine solche Anlage kann sich somit, je nach maximaler jährlicher Leistung, innerhalb von kurzer Zeit amortisieren.
   
Die Lastganganalyse verdeutlicht zusätzlich die Stromabnahme außerhalb der Betriebszeiten (Grundlast). Dadurch lassen sich auch solche elektrischen Verbraucher aufspüren, die elektrische Arbeit verrichten, obwohl sie abgeschaltet werden könnten.

Eine Lastganganalyse sollte in regelmäßigen Abständen und bei einer signifikanten Änderung der Abnahmestruktur (z.B. Veränderung der Produktion) wiederholt werden.

 

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