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Hausbesitzer berichten

Familie Michel weiß seit 1998 die Vorteile einer Wärmepumpe zu schätzen

"Die Anlage ist extrem wartungsarm. Eigentlich muss man sie einfach nur laufen lassen. Sogar der Schornsteinfeger braucht nicht zu kommen und selbst unser Kühlschrank ist lauter als die Wärmepumpe," schwärmt Susanne Michel aus Wiehl im Bergischen Land. Angesichts steigender Energiepreise hatte sich Familie Michel beim Hausbau im Jahre 1998 entschieden, mit Erdwärme zu heizen. Die siebenjährige Victoria lebt nun mit ihren Eltern in einem rundherum energieoptimierten Haus und sie fühlen sich sichtlich wohl darin.

Auf dem Vorplatz des Einfamilienhauses gehen zwei jeweils 80 Meter tiefe Bohrungen in die Erde, in die Rohrsysteme eingebracht wurden. In den Rohren zirkuliert die Sole, ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel. Auf ihrem Weg durch das Rohrsystem nimmt die Sole die Temperatur des Erdreiches an. Die Wärmepumpe erhöht die Temperatur auf einen Nutzwert von mindestens 35 Grad Celsius und gibt die Wärme an die Fußbodenheizung ab. Dieser Aufbau hört sich komplizierter an, als er tatsächlich ist. Das einzige, was davon sichtbar bleibt, ist die Wärmepumpe im Keller, die leise vor sich hin summt.

Familie Michel ist von dem einfachen Umgang mit der neuen Heizung begeistert. Die Umweltbilanz der Wärmepumpe ist positiv, trotz des Einsatzes elektrischer Energie für ihren Betrieb. Auch in finanzieller Hinsicht lohnt sie sich. Das Heizsystem ist zwar teurer als eine normale Heizung. Doch einmal eingebaut, kann man beim Geldsparen förmlich zusehen. "Durch die Wärmepumpe haben wir nun sehr niedrige Heizkosten," erzählt Thomas Michel. "Unser Wärmebedarf für 320 m2 wird derzeit mit etwa 400 Euro pro Jahr gedeckt. Bei einer Gasheizung würden wir vergleichsweise bei 1.700 Euro liegen. Die Wärmepumpe macht sich also selbst bezahlt. Schon nach 8 Jahren hat sie die Mehrkosten gegenüber einer normalen Heizung wieder verdient. Und dann...; Jahr für Jahr entlastet sie ganz erheblich unsere Haushaltskasse und hilft uns zu finanziell größerem Spielraum."

Der Garten, der das Haus heizt

Herr Hermsen pflegt seinen Garten mit besonderer Liebe. Denn nicht nur der Blick auf den grünen, gepflegten Rasen mit den bunten Blumen und den prächtigen Pflanzen macht ihn stolz. Nein, der Garten ist auch sein Lager für die Heizenergie, um im Winter ein warmes Haus zu haben, in dem man sich wohlfühlt.

"Wie", werden Sie fragen, "Garten und Lagerstätte für Heizenergie? Was soll das denn bedeuten?"

Nun, das Rätsel ist einfach aufzulösen. Denn Familie Hermsen aus Goch am Niederrhein hat sich 1998, als das Haus gebaut wurde, für eine Wärmepumpe entschieden. Die Wärmepumpe nutzt überwiegend Erdwärme als Energieträger. Und diese Erdwärme liefert der Garten von Herrn Hermsen.

"Während der Bauphase", so schildert Herr Hermsen, "wurden hinter unserem Haus, also dort wo jetzt unser Garten ist, in 1,20 m Tiefe, Rohrschlangen im Boden verlegt; aus unverrottbarem Kunststoff. In den Rohrleitungen zirkuliert ein Wasser-/Frostschutzgemisch, das vom Erdreich erwärmt wird. Die Wärmepumpe entzieht dem Wasser-/Frostschutzgemisch Wärme und pumpt diese auf ein höheres Temperaturniveau, womit die Fußbodenheizung betrieben wird."

Und das ist ausreichend, um auch bei klirrendem Frost ein warmes Zuhause zu haben? Ja, die Wärmepumpe beheizt das Haus allein, ganzjährig! Dabei schützt dieses System erheblich die Umwelt, denn Erdwärme wird nicht verbrannt. Im Gegenteil. Erdwärme ist eine unerschöpfliche Energiequelle, die sich ständig wieder selbst erneuert.

Für den Antrieb der Wärmepumpe wird Strom eingesetzt, aber nur in geringem Maße, denn 75% der Energie, die Familie Hermsen für ihr warmes Haus benötigt, liefert der Garten. Nur 25% Stromeinsatz sind erforderlich. "Das macht sich sehr deutlich bei den Heizkosten bemerkbar," erklärt Herr Hermsen weiter, "denn die Heizkosten für unsere 130 m2 Wohnfläche sind kaum höher als 300 Euro im Jahr. Im Vergleich zu unseren Nachbarn sparen wir mehr als 50%; Jahr für Jahr. Deshalb haben sich die höheren Anschaffungskosten auch schon nach vier Jahren bezahlt gemacht."

Abschließend erklärt Herr Hermsen noch, dass er seit der Inbetriebnahme der Anlage keinen Heizungsmonteur mehr im Haus hatte, denn die Wärmepumpenanlage läuft seit diesem Tag, ohne dass man sich um sie kümmern muss.

 

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