
Das Büro für Wasserkraft wurde im Rahmen der EnergieAgentur.NRW im Sommer 2001 ins Leben gerufen und im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse in Bad Sassendorf angesiedelt.
Zu den Aufgaben des Büros gehört es, Informationen und Angebote zu vernetzen und kurze Vermittlungswege zwischen Fachleuten von Wasserbehörden, Umwelt- und Naturschutzverbänden, Fischerei und Angelvereinen und den Betreibern von Wasserkraftanlagen herzustellen. Im Vorfeld der Planung von Wasserkraftprojekten sollen die ökonomischen und ökologischen Aspekte definiert und miteinander in Einklang gebracht werden.
Dem politischen Willen der Landesregierung folgend setzt sich das Büro für Wasserkraft für die Erhöhung des Stromanteils aus Wasserkraft ein. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Sicherung vorhandener Wasserkraftanlagen, die Reaktivierung ungenutzter Altstandorte sowie auf die Optimierung laufender Wasserkraftanlagen gelegt.
Im Rahmen seiner Klimaschutztour besuchte Minister Johannes Remmel gemeinsam mit einer Delegation der EnergieAgentur.NRW den Schauplatz für eines der derzeit größten Wasserkraftprojekte Deutschlands. Bis 2019/2020 will die Trianel GmbH, ein Zusammenschluss von 51 Stadtwerken mit Hauptsitz in Aachen, auf dem Gebiet der Städte Höxter und Beverungen für rund 500 Millionen Euro ein Pumpspeicherkraftwerk entstehen lassen.Die Nettoleistung des Kraftwerkes Nethe soll 390 MW betragen, das Speichervolumen 4,2 Millionen Kubikmeter. Bei einem Dauervolllastbetrieb von 6 Stunden/Tag könnte das Pumpspeicherkraftwerk Nethe den Jahres-Strombedarf von rund 200.000 Vier-Personen-Haushalten decken.
NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel besuchte – im Rahmen seiner Klimaschutztour – das Pumpspeicherkraftwerk in Finnentrop. Die Speicherung von Energie aus erneuerbaren Energien spielt bei der Umsetzung der Energiewende eine entscheidende Rolle. Moderne Pumpspeicherkraftwerke stellen hier einen Lösungsansatz dar.
Zur alljährlichen Wasserkrafttagung lädt das Büro für Wasserkraft der EnergieAgentur.NRW am 28. November 2011 in die Räumlichkeiten des Landwirtschaftszentrums Haus Düsse ein. Die Veranstaltung richtet sich an Betreiber, Planer und Hersteller sowie Vertreter von Verwaltung, Wissenschaft und Forschung sowie weitere Interessierte. Es soll über die Perspektiven, technische Weiterentwicklungen und aktuelle Projekte der Wasserkraftnutzung in Nordhrein-Westfalen berichtet und diskutiert werden.
Vor dem Hintergrund der vereinbarten Klimaschutzziele, der Beeinträchtigung der Umwelt durch Schadstoffemissionen aller Art und der Endlichkeit fossiler Rohstoffe liegt es im öffentlichen Interesse, die vorhandenen Potenziale zur Nutzung der Wasserkraft durch Modernisierung, Ausbau oder Neubau bestmöglich und vorrangig auszuschöpfen. Dabei sollen die Ziele der EG-WRRL, der Kultur- und Denkmalpflege sowie des Klimaschutzes bestmöglich aufeinander abgestimmt werden.
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